Rosenhorn 2019

Trotz Sturm und Tourenabbruch am Gipfelgrat
Gute Stimmung in der Gruppe


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Mit dem Ziel, das 3689 Meter hohe Rosenhorn zu besteigen, machte sich Mitte Juli eine Gruppe von zehn Mitgliedern aus der
Bergsteigergruppe Spaichingen auf den Weg in die Schweizer Alpen.

Das Rosenhorn zählt zum Wetterhorn-Massiv südwestlich von Grindelwald und ist vollständig von Gletschern umgeben.
Vom Parkplatz Rosenlaui führte die Tour zunächst durch Fichtenwald entlang der Gletscherschlucht Rosenlaui, welche ein Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist.
Im weiteren Verlauf leitete ein alpiner Bergweg ausgesetzt, mit Drahtseilen, Leitern und Tritten versichert durch die landschaftlich schöne Moränenlandschaft hinauf zum Rosenlauibiwak.
Von dort aus ging es die letzten 300 Höhenmeter in leichter Kletterei hoch zur Dossenhütte, welche exponiert auf einem Grat in 2.663 m Höhe steht.

Nach kurzer Nachtruhe startete die Gruppe am zweiten Tag um 4.00 Uhr den Aufstieg. Begleitet von leichten Regenschauern ging es zunächst im Schein der Stirnlampen über steile Schneefelder auf den Dossensattel.
Über einen ausgesetzten Bänderweg wurde die Nordwand des Dossen gequert und der Rosenlauigletscher erreicht. Von dort aus ging es in zwei Seilschaften über weite Gletscherflächen, die Spaltenzonen umgehend, vorbei am Rauflihorn hoch zum Rosenegg.
Die Verhältnisse verschlechterten sich jedoch weiter und die inzwischen durchnässte Gruppe hatte mit starkem Wind und schlechter Sicht zu kämpfen. Nach vier Stunden erreichten die zwei Seilschaften auf 3550 m ein Eisfeld vor dem Gipfelgrat. Aufgrund der anhaltend schlechten Bedingungen und der Sturmböen wurde entschieden, den Gipfelgrat auszulassen und wieder abzusteigen.
Der Rückweg führte über die Aufstiegsroute via Dossenhütte zurück nach Rosenlaui wo die Gruppe nach 2400 Höhenmetern im Abstieg am Nachmittag ankam. Eine verletzungsfreie Heimkehr, die gute Stimmung in der Gruppe und die Erkenntnis, dass Umkehren oft die bessere Entscheidung ist, machten diese Tour auch ohne Gipfel zu einem Erfolg.

Teilnehmer: Matthias Diener, Wolfgang Klawitter, Edwin Bronner, Philipp Butz, Steffen Maurer, Jan Weidner, Roswitha Bronner, Frankl Sieger, Willfred Schäfer und Tourenführer Timo Dietrich

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