Palü / Im Festsaal der Alpen

 


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Bergsteiger überschreiten Piz Palü

Unter der Führung von Wolfgang Weisser unternahmen am 13. und 14. Sept. 8 Mitglieder der Ortsgruppe Spaichingen eine wunderschöne Hochtour zum 3.901 m hohen Piz Palü.
Der Piz Palü mit seinen drei großartigen Gipfeln und den Hängegletschern ist ein Klassiker unter Bergsteigern. Von Morteratsch ging es in ca. 4 Stunden über den Fussweg unterhalb der Seilbahn hinauf zum Stützpunkt Berghaus Diavolezza auf 2.973 m. Bereits auf der Sonnenterrasse des Berghauses bot sich der Gruppe eine wunderbare Aussicht auf die drei Palü-Pfeiler mit den ausgesetzten Gratpassagen.
Nach einer kurzen Nacht starteten sie um 5.00 Uhr bei eisigen Temperaturen im Schein der Stirnlampen Richtung Piz Trovat und stiegen über eine Seitenmoräne südöstlich Richtung Persgletscher ab. Auf dem Gletscher angekommen wurden Steigeisen und Seil angelegt. In der einsetzenden Morgendämmerung ging es bei eisigem Wind und Nebel auf einer gut sichtbaren Spur, immer den mächtigen Eisabbrüchen und tiefen Spalten ausweichend, hinauf zur Ostschulter des Palü.
Ab hier stiegen die 2 Seilschaften mit verkürztem Seil über einen sehr steilen Firnhang zum Ostgipfel auf. Durch den vielen Neuschnee kostete dieser Aufstieg sehr viel Kraft.
Auf dem Ostgipfel angekommen, zeigte sich plötzlich die Sonne und bot einen herrlichen Blick auf die gewaltige Nordwand des Piz Palü. Bei nun bestem Bergwetter ging es weiter über den extrem schmalen verwächteten Firngrat zum Hauptgipfel.
Nach einer ausgiebigen Pause ging's weiter Richtung Westgipfel zum Spinas Grat, über den der Abstieg begann. Im Spinas Grat lag recht viel Schnee, so musste der komplette Grat mit Steigeisen geklettert werden. Zügig und ohne Probleme wurde die Fuorcla Bellavista erreicht.
Auf einer Spur ging's weiter über den Gletscher zum Fortezza-Grat, an dem leider 4 x abgeseilt werden musste, das bei 8 Personen sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Im weiteren Verlauf des Grates wechselten sich immer wieder steile Firnhänge mit felsigen Kletterpartien ab, bis nach einem langen Abstieg über wegloses Gelände von grossem Blockwerk und Geröll der Morteratschgletscher erreicht wird.
Auf dem aperen Gletscher musste bis zum Ende der Gletscherzuge ein Weg durch die Spaltenzonen gesucht werden. Auf dem langen Fahrweg, der an den Gletscher grenzt, wurde schliesslich müde aber trotzdem glücklich wieder der Ausgangspunkt Morteratsch erreicht.

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